Diese 3 Rollen verhelfen dir zu mehr Produktivität

Rollenverteilung

Du bist Unternehmer.

Du bist Manager.

Du bist Arbeiter.

Aber nicht gleichzeitig.

Bei jedem Projekt, an dem du arbeitest, bist du in drei Rollen unterwegs. Dabei ist es egal, es sich um ein berufliches Projekt handelt oder um etwas in deiner Freizeit.

Du bist Unternehmer, du bist Manager und du bist Arbeiter. Vor allem als Selbstständiger ohne Angestellten wirst du diese Situation kennen.

Du darfst und kannst alles planen, am Ende musst du es aber auch selber umsetzen. Oder darfst es umsetzen.

Viele Selbstständige, die ich kenne, bekommen ihre Aufgaben nicht erledigt, weil sie diese Rollen vermischen. Dabei hat jede Rolle ihre eigene Zeit und ihre eigenen Aufgaben.

 

Die verschiedenen Rollen

Der Unternehmer

In der Rolle des Unternehmers bist du für die Strategie zuständig. Du überlegst dir, wo dein Geschäft sich hin entwickeln soll. Warum machst du das Ganze? Was willst du erreichen? Was ist deine Jahres-, deine Fünf-Jahres-Vision?

Der Manager

Als Manager bist du für den richtigen Ressourcen-Einsatz verantwortlich. Du legst fest, wer was zu welcher Zeit mit welchen Mitteln macht. Du bist das Bindeglied zwischen dem Unternehmer und dem Arbeiter. Als Manager sorgst du dafür, dass die Visionen des Unternehmers möglichst effizient umgesetzt werden.

Der Arbeiter

Der Arbeiter ist der Macher unter deinen drei Persönlichkeiten. Er macht genau das, was ihm der Manager aufgetragen hat. Es geht jetzt nicht mehr um neue Einfälle oder zusätzliche Funktionen. Du als Arbeiter arbeitest nur noch deine Aufgaben ab. Fleißig und zuverlässig. Erst wenn die eine Aufgabe fertig ist, kommt die nächste dran. Bis alle Aufgaben erfüllt sind.

Erkennst du die drei Typen wieder?

Wahrscheinlich irgendwie schon. Es kann aber auch sein, dass du dir jetzt denkst: „Stephan, das mache ich doch alles in einem!“

Wenn du so denkst, dann bist du in diesem Artikel genau richtig aufgehoben!

Klar machst du das alles selber, du bist ja nur EIN Mensch. Das Entscheidende ist aber, diese Rollen gedanklich ganz klar zu trennen. Nimm dir für jeden Bereich ein festgelegtes Zeitfenster und arbeite in dieser Zeit nur in der einen Rolle.

Lass uns das an einem Beispiel festmachen.

 

Die Aufgaben der einzelnen Rollen

Du setzt dich am Sonntagabend hin und startest in der Rolle des Unternehmers.

Was sind die Ziele für die Woche?
Mit welcher Strategie willst du sie erreichen?
Was musst du investieren (zeitlich und finanziell)?

Anschließend übernimmt der Manager.

Welche Mittel habe ich zur Verfügung?
Wie kann ich diese am sinnvollsten einsetzen?
Wann muss welche Tätigkeit durchgeführt werden, damit alles funktioniert?
Wer soll was machen?

Damit schließt du den Sonntag ab. Dein innerer Unternehmer hat eine Strategie mit Zielvorgabe entworfen, dein innerer Manager einen Umsetzungsplan.

Am Montagmorgen übernimmt dann dein innerer Arbeiter. Er hat einen ganz klaren Plan vom Manager bekommen, wann was zu tun ist. Diese Vorgabe setzt er jetzt im Detail um. Er denkt dabei nicht an mögliche andere Herangehensweisen oder Ergänzungen. Er arbeitet seinen Plan Punkt für Punkt ab. Bis er fertig ist.

Genau an dieser Stelle scheitern viele Menschen. Sie sind gerade dabei, ihre Aufgaben abzuarbeiten, als ihnen ein neuer Gedanke kommt.

Diese Gedanken sind gut, denn meistens bringen sie dein Projekt voran. Wichtig ist aber, was du jetzt mit diesem Gedanken machst. Wenn er wirklich relevant ist, nimm dir einen Zettel und schreib ihn auf. Dann vergiss ihn sofort wieder und arbeite normal weiter.

Die meisten Menschen widmen sich leider sofort diesem Gedanken. Sie bauen ihn in ihre Planung ein und überprüfen, was sie noch so alles machen können, wenn sie dieser Idee folgen.

Zonk!

Zeitverschwendung

Genau jetzt hast du deine Arbeiterrolle verlassen und bist wieder als Unternehmer tätig (oder als Manager). Dieser Rollenwechsel kostet dich vor allem eines: Zeit.

Studien haben herausgefunden, dass es 20 Minuten dauert, bis du wieder ganz in deiner vorherigen Aufgabe bist.

20 Minuten!

Das ist ganz schön lange. Wenn du in einer Stunde drei Gedanken nachhängst, ist diese Stunde Arbeit quasi schon für den A….

Jedenfalls, was deine eigentliche Tätigkeit angeht.

Die Regel funktioniert übrigens auch andersrum. Wenn du als Manager gerade deine Ressourcen planst und dabei Aufgaben des Arbeiters erledigst, bist du auch abgelenkt.

Durch diesen ständigen Rollenwechsel brauchst du für jede Tätigkeit länger. Bleib bei einer Sache und mache diese fertig, bevor du dich der nächsten widmest.

Halte deine inneren Rollen ein und dein Produktivität wird sich deutlich erhöhen.

Oder wie es Robin Sharma so schön gesagt hat:

Stop managing your time. Start managing your focus. - Robin Sharma Klick um zu Tweeten

Produktivität steigern beim Schreiben

Ich mache das bei meinen Texten auch so. Ich nutze den gerade beschriebenen Dreiklang, auch wenn die Rollen vielleicht andere Namen haben.

Zuerst setze ich mich hin und überlege, was ich mit dem Text überhaupt erreichen will. Wer sind meine Leser, welches Problem haben sie, wie kann ich das lösen?

Dann strukturiere ich den Text. Ich baue mir Abschnitte und überlege, was ich in den einzelnen Abschnitten sagen will, damit am Ende ein schlüssiges Ergebnis dabei rumkommt.

Als letztes setze ich mich hin und tippe nur noch. Ich weiß in jedem Abschnitt genau, was ich sagen und erreichen will. Der Text an sich ist dann das Ausformulieren dieser Gedanken.

Ich habe mit dieser Struktur beste Erfahrungen gemacht.

Versuch diese Aufteilung mal für einen Monat. Trenne deine drei Rollen ganz klar voneinander ab. Du wirst sehen, dass du wesentlich produktiver wirst.

Glück auf
Stephan

Bildquelle:
Jerry Kiesewetter | Unsplash, CC0


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.