Schreib-Tagebuch #1.2: Das erste Viertel ist geschafft

Es knallt nicht laut.

Es ploppt leise.

Der Bügelverschluss meiner Bierflasche öffnet sich mit dem bekannten Geräusch, das mir Vorfreude auf den Gaumen treibt. Nein, ich bin kein Alkoholiker, ich freue mich trotzdem.

Das erste Viertel des Buches ist geschafft

Kein Grund für eine Riesenparty, aber immerhin für eine kleine Freude.

Ob es wirklich ein Viertel ist, kann ich noch nicht sagen. Ich orientiere mich dabei immer am Schnitt von 60.000 – 80.000 Wörtern für einen Krimi und habe die Obergrenze als Orientierung gewählt. Da ich die Schallmauer von 20.000 durchbrochen habe, müsste ich ein Viertel des Weges hinter mir haben.

Es fühlt sich gut an. Die Charaktere sind vorgestellt, der Plot läuft auf den Konflikt zu und nimmt langsam Fahrt auf. Jetzt geht es darum, die Personen noch genauer zu zeichnen und dann die Dramatik zu erhöhen.

Methodik zum Plotten

Mit meiner Methodik des Plottens bin ich zufrieden. Ich habe mich für eine Mischung aus Outline und Schneeflocke entschieden. Das bedeutet, ich habe die komplette Story vorgezeichnet und passe sie an, falls es sich anders entwickelt als gedacht.
Aktuell stehe ich am Beginn des zweiten Aktes. Diesen habe ich komplett entwickelt und muss jetzt nur noch die einzelnen Kapitel mit Leben füllen. Das klingt einfacher als es wirklich ist, denn häufig nehmen die Kapitel einen anderen Verlauf als geplant. Dann muss ich plötzlich noch eine Szene einschieben, die gar nicht vorgesehen war. Das hört sich komisch an, denn ich bin es ja, der die Szenen schreibt und entwickelt. Trotzdem schreiben die Finger im Laufe des Textes manchmal Sachen, die nicht geplant waren. Dazu werde ich wohl noch mal einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

In den nächsten Tagen werde ich entwickeln, wie Georg mit seinem inneren Konflikt umgeht. Dabei wird sich auch zeigen, wie weit er bereit ist, für sein Ziel zu gehen.
Mir macht es besonders Spaß, diesen inneren Konflikt zu beschreiben. Ich hoffe, es gelingt mir auch.
Die Gedanken und Bilder der einzelnen Szenen auf Papier zu bringen, ist eine große Herausforderung. Was in meinem Kopf klar ist, liest sich nach dem Tippen ganz anders.
Zu Gute kommt mir, dass ich selber Vater bin. Ich stecke zum Glück nicht in einem Dilemma wie Georg, aber ich kann seine Gefühle und Gedanken seinem Sohn gegenüber nachempfinden. Wenn du dieses Gefühl beim Lesen später auch hast, habe ich alles richtig gemacht.

Glück auf
Stephan

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